



Serie: Korridore: Nicht-Orte.
Korridore als Zwischenräume – verbindend und trennend zugleich. Übergangsräume von stille Bedeutung. Fast dort. Nie ganz hier.
Linien
Sie sind ein bisschen wie ein unerfülltes Versprechen.
Man muss nur eine gerade Linie anheben, eine andere absenken,
lange mit kurzen mischen – und schon komplizieren sich
die geraden Linien erheblich. So funktioniert wahrscheinlich jedes System. Die Frage, was für Systeme es sind, überlasse ich der Vorstellungskraft des Betrachters.
Die Grundlage ist klar und deutlich – sie ist eine gerade Linie.
Aber die Sicht ist etwas kompliziert. Niemand weiß, worum es geht.
1. In Schichten denken / Acryl auf Leinwand, 180×180
2. Der Ort der Umkehr / Acryl auf Leinwand, 180×160
3. Licht am Ende, vielleicht / Acryl auf Leinwand, 150×130
4. Hier bleibt nichts hängen. Nur Durchzug / Acryl auf Leinwand, 150×130





Serie: Korridore: Wir-Orte
Korridore verwandeln sich zu Wir-Orten.
Präsenz im Getümmel.
Sie & wir. Ihr & sie. Wir & sie.
Nachtleben. Clubs. Nahe und Distanz
1.Leicht verschoben. Ein bisschen blau / Acryl auf Leinwand, 110×100
2.Theoretisch in beide Richtungen / Acryl auf Leinwand, 120×100
3.Verdichtungszone / Acryl auf Leinwand, 110×100
4.Der Morgen danach / Acryl auf Leinwand, 120×100


Serie: Korridore: Rondo
Kreisen – Umkreisen – Bewegung ohne Ende, und doch kehrt man immer wieder zurück.
Der unaufhörliche Kreis-Korridor spannt sich vor mir aus wie ein schwebender Tanz der Architektur. Schritte führen zurück zu sich selbst. Das ist wie ein endloses Bolero im Hintergrund – bis endlich der Moment kommt, wo man einfach versucht, davon zu schweben.
Das Runde im Raster / Druck auf Leinwand, Acryl, 160 × 160


Serie: Nicht laut, aber mit Wucht
Ein Spiel mit Maßstab und Wahrnehmung:
Das Kleine wird groß, das Vertraute überraschend.
Der junge Mensch wird in Zerbrechlichkeit und Kraft zugleich sichtbar.
Der Kinderschuh ist hier Symbol und Fundament für die Bedeutung des Kindes.
Ein Liliputaner mit Potenzial / Acryl auf Leinwand, 150 × 130

Serie: Nicht laut, aber mit Wucht
Ein Spiel mit Maßstab und Wahrnehmung:
Das Kleine wird groß, das Vertraute überraschend.
Original-Zigarrenmarke: Romeo y Julieta
Die Zigarre ist ein Symbol für Status und Wohlstand.
Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass der Name der kubanischen
Zigarre „Romeo y Julieta“ wohlüberlegt gewählt ist. Zigarren rauchen hauptsächlich ältere, wohlhabende Herren, und der Rauch der Zigarre hat eine fast magische Anziehungskraft auf junge Frauen.
Ein paradoxes Spiel der Leidenschaft. Es bleibt offen, was Winston Churchill wohl dazu bewogen hat, ausgerechnet diese Zigarre zu wählen.
He smokes, she follows / Acryl auf Leinwand, 130 × 110


Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
Urlaub am Meer. Ich fand mich an einem Ort wieder, an dem ich zwanzig Jahre zuvor gewesen war. Der Ort ist derselbe, doch die Landschaft, die Umstände der Natur, sind andere.
Anstelle einer ruhigen Bucht am Meer fand ich mich im Zentrum der Tourismusindustrie wieder. Das Meeresrauschen wurde vom Lärm der Zivilisation abgelöst.
Möwen sind rot vor Wut.
1. Urlaubsindustrie / Acryl auf Leinwand, 120 × 110

Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut. Das Gedächtnis liebt solche Landschaften – geglättet, leicht zu bewahren, ohne Widerstand.
Erinnerungen gehen nicht verloren. Sie vermehren sich manchmal, leise und beharrlich – wie Kaninchen. Irgendwann zeigt sich eine feine Verschiebung, die den Blick aus seinem Gleichgewicht bringt. Eine Entscheidung löst sich aus der Reihe. Eine Erinnerung entzieht sich der Ordnung.
2. Eine kleine Abweichung. Wenn Erinnerung umkehrt /
Acryl auf Leinwand, 120 × 110

Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
Die Freiheit wird eng, das Wasser überfüllt. Die Delfine atmen mit Lungen, nicht mit den Herzen der Menschen – und dennoch drängt alles aufeinander, als ob das Meer sich in seinem eigenen Übermaß verheddert. Schönheit, Spiel und Bedrängnis verschmelzen zu einem unruhigen Gleichgewicht. Und dazu noch dieser Wind…
3. Überfülltes Blau / Acryl auf Leinwand, 120 × 110

Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
Pfälzerwald. Über ihm kreisen Flugzeuge, die manchmal Treibstoff zurückwerfen müssen – aus technischen Gründen. Kerosin löst sich in der Luft, sagen die Menschen. Doch was atmen wir wirklich, wenn nicht Luft? Technik und Natur – ein Spiel aus Kontrolle, Abhängigkeit und Gefahr.
4. Wenn Luft zur Frage wird / Acryl auf Leinwand, 140 × 130

Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
In einem glücklichen Jahr voller Sonnen sahen Winter und Sommer, einander zugewandt und gleich empfindsam, alle Blätter in warmem Gelb. Sie schmiegten sich aneinander, als wollten sie das Licht festhalten. Oh, was für ein sonniges, liebesvolles Jahr!
5. Wenn Sommer und Winter sich umarmen / Acryl auf Leinwand, 130 × 120

Serie: Überfülltes Paradies
Irgendetwas stimmt hier nicht
Wir gehen durch das Leben und schützen uns mit einem symbolischen Regenschirm vor widrigen Umständen. Wir streben nach glücklichen Momenten. Von Zeit zu Zeit, beschenkt vom Schicksal, ziehen wir die Flügel eines Marienkäfers an, um zu den allmächtigen Jokern zu gelangen.
Und wir entdecken die Rauheit.
Ohne Rauheit gibt es keine allmächtigen Joker.
6. Joker / Acryl auf Leinwand, 120 × 110




Serie: Der Inhalt ist unsicher.
Das Dekor lenkt ab
Wir haben gelernt zu sprechen.
Wir haben gelernt, im Gespräch zu spielen.
Wir haben gelernt, durch die Blume zu sprechen.
Wir sprechen durch die Blume – und die Blume spricht zurück.
Worte sind Handlungen.
Handlungen haben Folgen.
1. Verhüllen ist auch ein Eingriff / Acryl auf Leinwand, 180 × 160
2. Wir wählen den Filter / Acryl auf Leinwand, 120 × 120
3. Nebel aus guten Absichten / Acryl auf Leinwand, 160 × 140




Serie: Gepäck. Ein Haus im Werden
Die Bilder sind in zwei Hälften geteilt. Die linke Seite trägt den Inhalt: das, was wir aus dem Elternhaus mitnehmen, was uns eingeprägt wurde. Die rechte Seite bleibt offen, nur angedeutet – wie eine freie Fläche, eine carte blanche. Wie wir diese frühen Prägungen in unser eigenes Leben übersetzen, ist nicht festgelegt.
Vielleicht beginnt jemand, sein Haus von den Fundamenten zu bauen. Vielleicht von der Bibliothek. Vielleicht vom Dach. Jeder wählt seinen eigenen Anfang. Sicher ist nur eines: Was auch immer entsteht, es wird unser Weg sein. Und jeder Weg trägt seine eigenen Farben.
1. Zwischen Erbe und Wahl / Acryl auf Leinwand, 120 × 110
2. Noch nicht entschieden / Acryl auf Leinwand, 120 × 100
3. Eigene Ordnung / Acryl auf Leinwand, 160 × 120






Serie: Wald. Erlebnis
Euphorie ohne Kompassverlust
Wenn ich direkt nach dem Aufenthalt im Wald male, ist der Eindruck zu groß, zu vielfältig. Ich möchte den ganzen Tag festhalten – und das ist unmöglich. Zu viele Eindrücke, zu viele gleichzeitige Reize. Die Bilder zeigen deshalb eher die Euphorie des Erlebens, noch ohne klare Einzelheiten. Deshalb entstehen zunächst fast nur die grünen Bilder. Und ein Orientierungspunkt: ein Quadrat im Wald.
1. Im Morgengrauen – der Weg wartet / Acryl auf Papier, 100×70
2. Am Morgen – noch leicht zu finden / Acryl auf Papier, 100×70
3. Am Tag – Eintauchen / Acryl auf Papier, 100×70
4. Am Abend – Wach bleiben / Acryl auf Papier, 100×70
5. In der Nacht – Sicher im Rausch / Acryl auf Papier, 100×70




Serie: Wald. Erinnerungen
Das, was bleibt
Die Bilder zeigen, was sich erst mit den Jahren herauskristallisiert hat. Nicht mehr der Wald als Ganzes, sondern einzelne Bilder, die geblieben sind. Ein Bach. Eine helle Sandfläche. Ein Haus am Waldrand mit einem großen, wachsamen Hund. Ein weites Gewässer – vielleicht ein See.
Die Farben haben sich verschoben: Gelb, Orange und Blau treten hervor. Grün ist nicht mehr dominant. Die Erinnerung ordnet, vereinfacht und wählt. Sie bewahrt nicht die Landschaft, sondern die einzelnen Bilder. So entsteht aus der Fülle allmählich Bedeutung. Der Wald zuerst als Rausch: grün, überwältigend, vielfältig.
Morgengrauen bis Nacht – ein Tag, der sich nicht malen lässt.
Zu viele Eindrücke, zu nah, zu lebendig.
Die Erinnerung wählt, vereinfacht, färbt neu.
Erlebnis ist Fülle ohne Form.
Erinnerung ist Form aus Fülle.
Beides Wald, beides ich.
1. Was fließt / Acryl auf Leinwand, 140×140
2. Was leuchtet / Acryl auf Leinwand, 140×120
3. Was wacht / Acryl auf Leinwand, 100×80
4. Was weit ist / Acryl auf Leinwand, 100×80


Serie: Gespräche zu verschiedenen Jahreszeiten
Frühlingsdialog
Optimist: Der Himmel ist schon so blau! Der Frühling!
Pessimist: Ja, aber man muss abwarten. Es können noch kalte Tage kommen!
Frühlingsgespräch / Acryl auf Leinwand, 130 × 110

Serie: Gespräche zu verschiedenen Jahreszeiten
Sommersdialog
Optimist: So viele Farben! Die ganze Welt lacht und plaudert!
Pessimist: Aber es ist so heiß. Man findet keine Abkühlung mehr!
Sommersgespräch / Acryl auf Leinwand, 130 × 110

Serie: Gespräche zu verschiedenen Jahreszeiten
Herbstdialog
Optimist: Schokoladenbraune Töne, so viel Reife und Tiefe. Toll!
Pessimist: Sieh nur die schwarzen Ränder. Alles verwelkt, und die Kälte schleicht sich ein!
Herbstgespräch / Acryl auf Leinwand, 130 × 110

Serie: Gespräche zu verschiedenen Jahreszeiten
Winterdialog
Optimist: Sieh mal! Ein zartes, helles Blatt! Und dort – eine warme, rosarote Hoffnung!
Pessimist: Die Welt ist so karg und in dunkle Farben gehüllt. Ein paar helle Stellen ändern daran nichts.
Wintergespräch / Acryl auf Leinwand, 130 × 110


Scheinbares Gleichgewicht, betrachtet aus der Nullperspektive
Die Nullperspektive: Wo Traumraum und Wachraum sich berühren, ohne Horizontlinie.
Es ist der Moment, in dem man nicht weiß, ob man noch schläft oder schon wach ist. Ein kurzer Augenblick zwischen hier und dort. Zwischen dem unbegrenzten Raum des Traums und der Begrenzung des Raums der Phantasie.
Diese Trennlinie sieht kaum jemand. Aber sie ist da, gemalt – fein, flüchtig, kaum sichtbar. Denn nicht alles kann man sehen, wenn man geradeaus blickt. Manchmal muss man den Blickwinkel ändern, die Perspektive wechseln.
Scheinbares Gleichgewicht, betrachtet aus der Nullperspektive /
Acryl auf Leinwand, 135 × 135


Serie: Prozesse
Gespräche nehmen manchmal verschiedene Formen an.
Manchmal entstehen daraus Bilder – in diesem Fall fünf, die Prozesse darstellen.
Weil Prozesse unterschiedliche Werkzeuge erfordern, „malen“ sich auch die Bilder verschieden. Doch sie spiegeln treu die Geschichte einer diskriminierten und gemobbten Person wider, deren „Fremdheit“ darin bestand, eine andere Hautfarbe zu haben. Sie war nicht nur anders, sondern vor allem fremd.
Die Person, von schwarzer Verzweiflung erfasst, im Chaos der Gedanken, reiste nach Amsterdam zur Kur.
Reise / Acryl auf Leinwand, 130 × 115

Serie: Prozesse
Die Kur führte zu erheblichen Veränderungen im Leben, die jedoch keineswegs weniger chaotisch waren.
Umräumen im Inneren / Acryl auf Leinwand, 100 × 70 (Mischtechnik, Karton)

Serie: Prozesse
Sie fand sich an einem Punkt, an dem die in alle vier Himmelsrichtungen auseinandergerissene Wahrnehmung der Realität, auf eine Verlorenheit hinwies.
Chaos hält an / Acryl auf Leinwand, 50 × 50

Serie: Prozesse
Nach einem radikalen Versuch, die Probleme loszuwerden – als die Luft schon knapp wurde, erwachte die Person ins sogenannte „Für immer“ (wie bisher).
Radikaler Schritt / Acryl auf Leinwand, 50 × 50

Serie: Prozesse
Die im internationalen Banksektor gefundene Ordnung beruhigte ihr Leben.
Ich habe diese Bilder gemalt, um zu protestieren.
Gegen Worte und Taten, die andere verletzen.
Gegen Dummheit.
Ich habe diese Form der Darstellung bewusst gewählt, weil verschiedene Reize auf Menschen wirken.
Mein Ziel war es, die Geschichte der Destabilisierung eines anderen Menschen zu erzählen.
Ordnung in Fragmenten / Acryl auf Leinwand, 50 × 50












Anonyme Bauten
Runde Formen koexistieren mit Linien. Weiß bedroht nicht das Gold. Die veränderliche menschliche Architektur bietet Abwechslung. Der Wind zwischen den Ästen erledigt den Rest.
1. Big City / Acryl auf Leinwand, 120 × 100
2. Menschen wie Gebäude, fast monumental! / Acryl auf Leinwand, 50 × 50
3. Wer ist der Fleck da? / Acryl auf Leinwand, 50 × 50
4. Der Wind / Acryl auf Leinwand, 80 × 60


Der Japaner
Immer, wenn ich große Steine sehe, denke ich an Makoto, meinen Professor für Bildhauerei. Bei den Kursen bekam ich einen Granitbruch und lernte nicht nur seine Härte kennen, sondern auch meine eigene Zerbrechlichkeit.
Vier Monate meißelte ich am Stein, um durch ihn blicken zu können. Mit anderen Worten: Ich hämmerte ein Loch hindurch. Dieses Auge im Granit existiert noch heute. Den Daumenknochen habe ich mir so eingeschlagen, dass ich ihn unwiderruflich zertrümmert habe.
Ich erkannte: Die Arbeit mit Stein hatte einen tieferen Sinn. Ein schwerer, monotoner, langsamer Prozess. Doch nie empfand ich Langeweile. Es war das Erkennen der Stille im Lärm. Die Ruhe.
Der Japaner / Acryl auf Papier, 100 x 70

Nachricht
Der Empfang der Nachricht vom Tod des Bildhauers Makoto Fujiwara verdichtet sich zu einer Explosion. Alles ist Dynamik, Schmerz, ein Strudel aus Gefühl.
Makoto existiert nicht mehr! Es lebe Makoto! Es ist die Übersetzung von unzerstörbarer Energie.
Nachricht / Acryl auf Papier, 100 × 70


Die Königin der unbegrenzten Möglichkeiten
Doch die Morgen waren Panda-ähnlich. Sogar Pandas-ähnlich


Naja
Man bleibt für immer ein Kind. Das Kind schaut sich nach der Welt um. Sucht in der Ferne.
Immer mit dem Kopf in den Wolken / Acryl auf Leinwand, 140 × 130









Echo
I am sailing, I am sailing… I am flying. I am flying… Can you hear me? Can you hear me?
Echo, Acryl auf Leinwand, 4x 50 x 50







