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Weronika Berkan

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Immaterielle Objekte

In der Welt der Fotografie eröffnet Licht unzählige Möglichkeiten. Die Substanz beschreibt, woraus etwas besteht. Licht ist meine Substanz. Lichtstrahlen breiten sich immer geradlinig aus und ändern ihre Richtung nur, wenn sie auf einen Körper treffen. Glas dient als mein Medium. Ich habe nachts Fotos gemacht – an der Wand, unterstützt von passenden Lichtquellen. So sind an der Wand seltsam verformte Lichtobjekte entstanden. Das Licht war sehr lebendig: Es beugte sich, dehnte und wickelte sich ein, hatte Schluckauf und zeigte sich manchmal frivol. Oft blieb es unscharf und verschwommen, und so wollte es sein. Für das Projekt gab es einen Hauptgrund: Was kann Licht tatsächlich? Gibt es Grenzen für diese besonderen Eigenschaften? Licht bewegt sich so schnell, dass wir oft seinen Charme nicht bemerken. Es ist ein faszinierender, kreativer Prozess des Kennenlernens und Entdeckens.
Ein besonderes Merkmal meiner Fotos ist, dass keine Schatten zu sehen sind. Alles, was man sieht, ist pures Licht, nichts als Licht. Licht und Lichtreflexe.


Fotografie, Fuji Crystal DP II, Dibond, 30×40

Netz

Mit den globalen Verbindungen kam das bunte Internet – und neue Gefahren. Jugendliche fielen blitzschnell ins Netz: ständig verbunden, online, wachsam bei jedem Signal.
Sie sind online, im Netz.
Sie sind zu fangen im Netz.


Netz / Objekt, Fotografie

Zivilisationsnarbe

Eine fotografische Triptychon. Ich wurde Zeugin einer sekundenlangen Berührung zwischen zwei Ordnungen: Zwei Vögel, ihrem Himmel folgend, trafen auf die gläserne Oberfläche, prallten ab und verschwanden. Die Fotografien fangen nicht den Moment des Aufpralls ein, sondern die daraus resultierende, sichtbare, dauerhafte Spur. Zivilisationsnarben sind die Male unseres Fortschritts, sichtbar gemacht im gebremsten Flug. Die Zivilisation hat ihr neues Paradies erbaut. Technologien liefern sich ein Wettrennen um „mehr, besser, billiger, schöner“ und globale Reichweite. An dieses Tempo haben wir uns gewöhnt: schnell, schneller, zu schnell. Auch Vögel fliegen schnell. Das ist ihre Natur. Ihr Flug wird hin und wieder abrupt gebremst – von der durchsichtigen Wand unseres Paradises. Und in diesem Moment stellt sich die Frage: Was ist unsere Natur? Ist unser natürlicher Zustand bereits dieser unaufhörliche, beschleunigte Drang nach „m-b-b-s“? Oder brauchen auch wir eine Barriere, die uns zur Besinnung zwingt? Quo vadis?


Narbe / Fotografie, 70 × 50

Überraschung!

Was sagt Papa Wiki dazu?
„Regeln sind wichtig, weil sie Sicherheit, Orientierung und Struktur im Alltag bieten. Klare Regeln geben Menschen ein Gefühl von Stabilität und Vorhersehbarkeit. Wenn jeder weiß, woran er ist, verringern sich Unsicherheit und Ängste.“ Das war die Theorie. Regeln gibt es. Aber es gibt auch verwirrende Regeln – und zwar ohne Ende!


Regeln / Fotografie, 40 × 30

Litfaßsäule aus Plexiglas in fast natürlicher Größe

Unbegrenzte Möglichkeiten

Bedruckte Arbeiten auf Papier von Künstlern, deren Konzepte ich wirklich bewundere. Zu Fotos ihrer Werke fügte ich meine Interpretation hinzu, gedruckt auf Folie.
Die Folien sollten austauschbar sein: jeder konnte eigene platzieren.
Die künstlerischen „Anzeigen-Kommentare“ wurden jedoch von innen eingeführt, was durch die obere, verstärkte Öffnung möglich war.
So blieb die Funktion der Litfaßsäule gewahrt, während die Möglichkeit zur Veränderung erschwert wurde. Die Präsentation eigener Konzepte erfordert Anstrengung – das ist nicht leicht, oder?
Die Transparenz des Plexiglases erzeugte zusätzlich den Effekt gleichzeitiger Sichtbarkeit von Fragmenten anderer Arbeiten, Überlagerungen und Vermischungen. Wie man sagt: Alles war schon da.
Die unten platzierten Arbeiten existieren ohne direkte Zitate aus der Kunstgeschichte, basieren jedoch vollständig darauf.


Plexi, Fotografie auf Papier und Folie, verschiedene Formate


Nach Francis Bacon, Porträts

Bacon Collection For Man, Gesichtswasser
Kosmetik trägt viele Gesichter


Fotografie

Nach Marcel Duchamp, L.H.O.O.Q., 1919

F.U.C.K.Y.O.U.T.O.O.

Ein zeitgenössisches Äquivalent der Schönheit. Mit zeitgenössischem Kommentar

Fotografie

Nach Vanessa Beecroft, Gogosian Gallery, Los Angeles, 2001

Die Starre im Kampf mit der Langeweile


Fotografie

Nach On Kawara, Date Paintings

Das Bild des Daseins, in Zeit gefasst. Diese Zeit vergeht nie. Sie ist. Du hast Zeit.


Fotografie

Nach Rachel Whiteread, House

Paparazzi Treffen: Wir fordern Türklinken in den Wänden!


Fotografie

Nach Barnett Newman, Who`s Afraid of Red, Yellow and Blue

Ein zerschnittenes Bild ist eine Kunstgeschichte. Der Angriff von 29.000 Gummi-Entchen auf die Umwelt ist etwas ganz anderes. Vor wem sollten wir uns mehr fürchten?


Fotografie

Nach Robert Indiana, LOVE / Nach General Idea, AIDS

Weltweite Trends… Mein Beitrag: BONO. Mit Musik im Hintergrund


Fotografie

Manna (Himmelsbrot)

Kleingedruckt, unten, fast unsichtbar: Vollständige Auflösung. Das Himmelsbrot verschwindet spurlos


Fotografie, 40 × 30

Träger der Träume

Die begehrtesten Brücken Europas. Theoretisch vorhanden. Praktisch nicht existent


Fotografie, 40 × 30

Träger der Träume

Stilbezeichnung: Hoch Begehrte Architektur


Fotografie, 40 × 30

Buchprojekt: Ein Tag im Leben eines Menschenaffen

Das Buch stellt den Lebensstil eines durchschnittlichen Individuums einer Spezies dar. Nur für Erwachsene


Fotografie, 30 × 20

Kosmische Belastung. Metamorphosen

Beide betroffen. Beide unschuldig. Beide gebrochen


Fotografie, 50 × 50

Farbatlas der Welt – basierend auf Nationalflaggen. Buch


Fotografie, 30 × 20

Realitätsverwirrende Stuhl

Theoretisch lädt er ein. Praktisch macht er es unmöglich. Manipuliert die Wirklichkeit


Fotografie, 40 × 30

Die Welt mit den Augen anderer sehen


Fotografie, Diarahmen, Leinwand

Abenteuer mit Hund

Mit dem Hund im Haus kamen auch die Hundeleckerlis – in allen Größen. Nun bemühen sich vegetarische Hundebesitzer, einen Frieden mit den Leckerlis zu schließen


Fotografie, Papier/Folie, 40 × 30

Böse Chemikalien. Kugelkoordinaten

Chemie als Bedrohung für die Umwelt. Chemie kann so aggresiv sein.
Chemie als Verlockung. Chemie kann so verführerisch sein.
Die Kugel als Orientierungspunkt.
Übermaß und Verlust.
Kugelkoordinaten: die räumliche Verteilung von chemischen Stoffen vermitteln das Gefühl eines Versuchs, etwas zu objektivieren, das im Grunde moralisch und emotional unscharf ist.


Fotografie, Zeichnung, 70 × 50

Intra muros – extra muros

Die Innenräume in Kästen.


Fotografie, Installation, 70 × 50

Kollektive Wahrnehmung, scharfe Wahrnehmung und verschwommene Wahrnehmung


Fotografie

Der kreative Prozess in Fragmenten


Fotografie

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