Weronika Berkan

Geboren in Polen

Studium an der FH Hannover, Schwerpunkt Malerei bei Prof. Peter Tuma und Grafik bei Prof. Peter Redeker

Diplom – Künstlerin

E.N.E.(c) Kunst / Ethik. Nexus. Emotion.

Kunstmanifest von Weronika Berkan

In meinem Ansatz zur Kunst verwende ich diese drei Elemente – Ethik, Nexus und Emotion – als grundlegende Werkzeuge, um die mit menschlichen Erfahrungen verbundenen Fragestellungen zu ergründen. Zusammen bilden sie eine komplementäre Perspektive, die es mir ermöglicht, die moralischen Herausforderungen der Gegenwart in der Kunst ganzheitlich zu betrachten.

Ethik. Die Ethik befasst sich mit verschiedenen moralischen Entscheidungen, die in einer ambivalenten Welt getroffen werden. Ich untersuche, wie unsere Wahlmöglichkeiten oft kompliziert und mehrdeutig sind, was sich in den alltäglichen moralischen Dilemmata widerspiegelt.
Nexus. Der Begriff bezieht sich auf die unsichtbaren, aber wesentlichen Verknüpfungen, die zwischen Individuum und Gesellschaft sowie zwischen Vergangenheit und Zukunft bestehen. Ich analysiere, wie diese verborgenen Verbindungen unsere Erfahrungen beeinflussen und wie sie unser Verständnis von individuellen und kollektiven Trajektorien prägen.
Emotion. Emotionen spielen eine entscheidende Rolle als Antrieb, der unseren Intellekt entfacht. Für mich sind Emotionen nicht nur Reaktionen, sondern auch eine tiefgreifende Inspirationsquelle, die unsere Gedanken durchdringt und unser Verständnis der Welt bereichert. Dank ihnen können wir die Realität um uns herum besser analysieren und interpretieren.

Meine Bilder entstehen im Gedankenraum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.
Sie sind nicht als einfache Darstellungen der Wirklichkeit konzipiert, sondern als ihre Transformationen – als Möglichkeiten, in denen Fakten eine abstrakte, verschleierte oder bewusst übersteigerte Form annehmen.
Veränderte Maßstäbe, unrealistische Proportionen und formale Verschiebungen dienen dabei nicht nur der Illusion, sondern auch der Akzentuierung von Bedeutung und Emotion.
Das Sichtbare ist nur Ausgangspunkt. Die endgültige Form des Bildes entsteht aus dem Unsichtbaren: Erinnerung, Intuition, Assoziation, Irritation und Spannung oder aus Begeisterung.
Es lässt sich auch sagen, dass die Bilder wie Schatten der Wirklichkeit sind – zugleich real und irreal, wandelbar und fragmentarisch.
Die einzelnen Arbeiten sind als zusammenhängende Bildfolge konzipiert. Sie bilden eine Struktur aus Beobachtungen, Gedanken und visuellen Entscheidungen. Gemeinsam erzeugen sie einen kommunikativen Raum zwischen mir und den Betrachtenden – einen offenen Dialog der Assoziationen, in dem Bedeutungen nicht festgelegt werden und sind keine abgeschlossenen Aussagen.
Meine Arbeiten sind keine Poesie, aber sie sind mit Sicherheit Erzählungen, die im Dialog geschrieben werden – zwischen Formen, zwischen Bildern und zwischen dem Bild und der Person, die es betrachtet.
Es wäre gut noch hinzufügen, dass ich niemals die kindliche Neugierde verlieren möchte. Sie sorgt dafür, dass das Bild offen bleibt – zwischen dem, was sichtbar ist und dem, was sich nur erahnen lässt.

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